Ihr Berater für Unterwegs:  Berate mich App

Umgang mit Angst – So kommst Du stressfrei durch Deine Abiprüfung

Umgang mit Angst – So kommst Du stressfrei durch Deine Abiprüfung 20. Februar 2020Leave a comment
Stressfrei durch Deine Abiprüfung

Prüfungsangst vor der Abiklausur. Auch wer fachlich nichts zu befürchten hat, den kann es treffen. Angst davor, geprüft zu werden, gibt es schon seit jeher und verbreitet sich in Zeiten von Leistungsdruck und Performance-Gesellschaft immer weiter. Welchen Zweck erfüllt Prüfungsangst eigentlich und wie kannst Du ihr beikommen? Die Potenzialefinder beleuchten das Thema zur Jahreszeit der Abiprüfungen und geben Tipps zum Entkommen.

Wozu ist Prüfungsangst eigentlich gut?

Wenn Gefahr droht, reagiert unser Gehirn wie das unseres Urahnen, des Reptils. Es rät uns zum Kampf, zum Vortäuschen des Todes oder zum Weglaufen. Je nach Situation erhöht das Reptilgehirn unsere Überlebenschancen mit der meistversprechenden Strategie. Prüfungen sind für uns insofern mit Gefahren verbunden, als sie oft Schwellen zu einem wichtigen nächsten Schritt in unserem Leben darstellen. Wer die Abiprüfungen nicht besteht, bekommt weder den Ausbildungs- noch den Studienplatz. Wer beim Führerscheintest versagt, ist beim Transport weiterhin auf die Eltern angewiesen oder verbringt viele Stunden pro Woche mit öffentlichem Transport. Wer Ideen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht überzeugend vortragen kann, bekommt keine Chance. Prüfungen können für das Leben des Einzelnen existenziell sein. Dass manche deshalb enorme Angst vor dem Versagen haben, ist deshalb nur zu verständlich.

Wie kommst Du ohne Angst durch Deine Abiprüfung?

Guter Rat ist bei Prüfungsangst teuer. Die eigentliche Examenssituation ist ja nicht bedrohlich, sondern das, was Du mit ihr verbindest, etwa nicht zu bestehen. Die Prüfungsangst spiegelt eine irrationale Einschätzung der eigenen Situation wider. Das kann von einem geringen Selbstwertgefühl herkommen oder von den (gefühlten) Erwartungen anderer – wie zum Beispiel den Eltern – an einen selbst. Es geht also darum, etwas tiefer zu graben und herauszufinden, welche Gedanken und Überzeugungen in Dir diese Angst hervorrufen. Ein Coach kann Dir dabei gerade in dieser Lebensphase helfen – und vielleicht späteren ähnlichen Erlebnissen vorbeugen.

Was Du hier und jetzt tun kannst. Drei konkrete Vorschläge:

1. Bereite Dich gründlich vor

So abgedroschen es auch klingt, gute Vorbereitung ist außer dem Auffrischen und Vertiefen von Unterrichtsstoff auch Deine „mentale Versicherung“. Überlege Dir genau, was eine gute Vorbereitung für Dich individuell bedeutet. Es kann sein, dass der fachliche Inhalt schon lange sitzt, aber Du befürchtest, in der mündlichen Prüfung vor Nervosität kein Wort herauszubringen. In diesem Fall: Übe! Stell Dich vor den Spiegel, vor Deine Eltern oder einen Mitschüler. Je öfter Du Dich in die gefürchtete Situation hineinversetzt, umso mehr gewöhnst Du Dich daran. Du erweiterst mit anderen Worten Deine „Komfortzone“. Prüfungssituation in der Komfortzone – wäre das nicht ein Traum?

2. Schreibe einen „Spickzettel“

Nein, wir raten Dir nicht zum Schummeln. Wir wissen aber: Was Du Dir mit Mühe und Überlegung auf Deinen Zettel schreibst, sitzt hinterher ganz ohne spicken. Du fasst nämlich hier genau das knapp und prägnant zusammen, was bisher nicht hängen geblieben ist. Beim nochmaligen Durchgehen und auf den Punkt bringen beschäftigst Du Dich wahrscheinlich das letzte und entscheidende Mal mit dem gefürchteten Stoff.

3. Erträume Dir Dein Ziel

Stell Dir vor, Du gehst zur Abiprüfung und bist hinterher total erleichtert. Du hast es überstanden, Du hast jetzt Sommerferien. Nach monatelangem Pauken und jahrelangem Schulbank drücken bist Du endlich frei. Sieh Dich selbst mit Deinem inneren Auge, wie Du am letzten Tag das Schulgelände verlässt und es einfach hinter Dir hast, egal was kommt. Was hast Du getan, um in diesem Traum mit einem solch guten Gefühl dort zu stehen? Mit welcher Haltung bist Du am Prüfungstag angekommen? Wer hat Dir zugesprochen? Wie haben sich Dein Bauch und Dein Kopf am gleichen Morgen angefühlt? Baue Dir in Deiner Vorstellung den perfekten Prüfungstag. Einmal im Kopf erlebt, rückt er in greifbare Nähe.

Alle Deine Erlebnisse und erträumten Erfolge lassen sich am besten speichern, indem Du einen sogenannten „Anker“ setzt. Halte die positive Vorstellung in einem Bild, Wort oder Motto fest, sodass Du sie immer wieder rufen kannst, wenn Du sie brauchst. Etwa in der Abiprüfung.

Von Thomas Lorenzen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Chat öffnen
Guten Tag,
wie kann ich Ihnen helfen?